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Der Altar stand ursprünglich, durch mehrere Stufen erhöht, direkt an der
Stirnwand. Er wurde aus Obernkirchener Sandstein gehauen (Heinrich Waldmann, Hildesheim). Im Jahre 1970 wurde er in die Mitte des
Altarraumes gestellt und mit einem Bronzegitter versehen. In die Altarplatte wurde eine Kette als Symbol der
Gemeinschaft eingehauen. Ein Kreuz, die Leuchter und ein Buchpult aus Bronze stehen auf dem Altar.
Der Tabernakel, der ursprünglich auf dem Altar stand, wurde mit einem Bronzemantel eingeschlossen, versehen mit sechs Bergkristallen. Auf dem Tabernakel steht die Ewig-Licht-Leuchte. Diese brennt für das Sakrament der Eucharistie, während die Bergkristalle die übrigen sechs Sakramente versinnbildlichen.
Auf einem Bronze-Thron stehend befindet sich der Tabernakel links neben dem Altar.
Der Ambo rechts neben dem Altar ersetzt die ursprüngliche Kanzel und ist mit sieben Bergkristallen versehen, die auf die sieben Gaben des Heiligen Geistes hinweisen.
Der bronzene Osterleuchter, der Priestersitz, die Messdienerbank
und die Kredenz wurden ebenso wie die Verzierung des Altares und die Umgestaltung des
Tabernakels zu einem Sakramentshaus, bzw. zu einem Sakramentsthron, geschaffen von dem Bildhauer Hubert
Janning.
Das Sgraffito auf der Rückwand des Altarraumes, geschaffen von Heinrich Waldmann, stellt Christus dar, der an einem Tisch mit nicht besetzten Schemeln zum Abendmahl einlädt.
Der Taufbrunnen mit der Taufnische wurde bereits zur Kirchweihe von Heinrich Waldmann gestaltet. Auf der Wand der Taufnische sind die roten Feuerflammen des Heiligen Geistes und das Blau des Wassers dargestellt.
Die
Marienstatue, geschnitzt von Bildhauer Hans Wehrenberg, Münster, und eingeweiht am 20.8.1961, stand zunächst auf der rechten Seite. Bei der Umgestaltung des Altarraumes im Jahre 1970 bekam sie ihren jetzigen Platz auf einer Stele von
Obernkirchener Sandstein, gefertigt von dem Bildhauer Josef Franke, Obernkirchen. Ein
Reliquiar mit einer Reliquie unseres Kirchenpatrons, des hl. Bruder Konrad von Parzham, wurde in einem Reliquienkästchen, gestaltet von Josef Franke, am Fuß der Marienstatue eingefügt. (1978)
Der Kreuzweg mit dem Auferstehungskreuz wurde zum 25. Kirchweihfest am 8.9.1985 eingeweiht. Die 15. Station stellt den auferstandenen Herrn dar, der sich vor dem Kreuz stehend in Liebe der Gemeinde zuneigt.
Das Relief des hl. Bruder Konrad im Vorraum der Kirche stellt den Heiligen dar, den Bruder
Pförtner, im ehemaligen St. Anna-Kloster in Altötting, wie er, über dem Kaliwerk und den
Häusern unseres Dorfes stehend, auf die Pforte zur Kirche und auf die Pforte des Himmels
hinweist.
Das
Relief der hl. Barbara im Vorraum des Pfarrheimes stellt die Heilige, die Patronin der
Bergleute dar, in einem Turm, unter ihr wie in einem Förderkorb die Bergleute und die
Kranken, die sie auch als Patronin verehren.
Der Bildhauer Josef Franke, Obernkirchen, schuf den Kreuzweg und das Auferstehungskreuz (1985), das
Relief des hl. Konrad (1968) und das Reliefder hl. Barbara (1978), ferner auch unsere
Weihnachtskrippe (1970).
Zwischen der Marienstatue, dem Altarbild, dem Auferstehungskreuz und der Darstellung im Emporen- und Turmfenster besteht, obwohl von verschiedenen Künstlern geschaffen, ein Sinneszusammenhang: Der Herr breitet seine Arme einladend zur Gemeinde aus,
"als Kind auf den Armen seiner Mutter, beim Abendmahl, als Auferstandener vor dem Kreuz und als der wiederkehrende Christus."
Die Orgel, eine Schleifladenorgel mit einem Manual, einem Pedal, 7
Registern und 478 Pfeifen, wurde gebaut von der Firma Gebrüder Stockmann,
Werl, und am 12.11.1967 eingeweiht.
Die Glocken wurden entworfen und gegossen von der Glockengießerei
Monasterium -Feldmann & Eijsbouts KG, Münster, und eingeweiht am 18.11.1962.
Die Inschriften auf den Glocken lauten:
1. Glocke h - Heiliger Bruder Konrad von Parzham, Schutzpatron unserer Kirche, behüte und schirme uns!
2. Glocke d" - Heilige Hedwig, Schutzpatronin der Vertriebenen, hilf uns, den Glauben unserer Väter zu bewahren!
3. Glocke e" - Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, schütze uns in Beruf und Arbeit!
Die Fenster der Kirche wurden zur Kirchweihe (1960) nach dem Entwurf von Heinrich
Waldmann geschaffen. Die kleinen Fenster im Kirchenschiff stellen den Lobpreis der
Schöpfung nach dem Lobgesang der drei Jünglinge im Feuerofen (Daniel 3,51-90) in
einfachen Bildern dar.
Das
Fenster im Altarraum wurde im Jahre 1983 neu gestaltet. Der Entwurf stammt von dem
Glasmaler Albert Reinker, Everswinkel/Westf., die Ausführung erfolgte durch die Firma
Otto Peters, Paderborn. Es stellt den heiligen Erzengel Michael dar im Kampf mit dem
Drachen und weist hin auf die Zeichen unserer Zeit. Der siebenköpfige Drache, Symbol für
den Teufel, den Ungeist der Zeit, wird getötet vom Erzengel Michael. Rechts neben dem hl.
Michael die apokalyptische Frau, Zeichen für Maria und die Kirche. Oben das Lamm Gottes,
Symbol für Jesus Christus, unseren Erlöser, umgeben von den vier Lebenden Wesen,
Zeichen für die vier Evangelisten.
Das Emporen- und Turmfenster wurde zum 30. Kirchweihfest, am 9.9.1990, neu gestaltet. Der Entwurf stammt ebenfalls von dem Glasmaler Albert
Reinker, Everswinkel/Westf., die Ausführung erfolgte durch die Firma Otto Peters, Paderborn. Das Thema des wiederkommenden und uns empfangenden
Herrn, in der Glorie der neuen himmlischen Stadt Jerusalem, wurde in dem
Entwurf aufgegriffen und umgesetzt. Das mittlere Fenster, am besten sichtbar, enthält die zentrale Aussage. Am Ende der Tage werden die Erlösten und Erwählten, eine Zahl, die niemand zählen kann, von Christus berufen und mit offenen Armen aufgenommen. Von allen Enden der Erde kommen sie zur himmlischen Stadt, in der es kein Leid mehr geben wird. Die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herab kam, - sie funkelte wie ein Edelstein - sie hatte eine große Mauer mit zwölf Toren - so wird sie uns in der Offenbarung geschildert
(Off 21,1-6). Ein weiter Erdenweg, über Höhen und Tiefen, Freud und Leid, Enttäuschungen und Entbehrungen, führt zum Ziel, zur
Glorie, zum himmlischen Frieden. In der zeichenhaften Bildsprache wird dies angedeutet und aufgezeigt. |