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Apostel |
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Der griechische Begriff bedeutet wörtich "Gesandter" und kann sowohl einen einzelnen Gesandten meinen als auch einen gesamten Flottenverband, der zu Verhandlungen unterwegs ist; es kann auch ein Lieferschein sein oder eine Art Passierschein, "ein Pass". Auch im Neuen Testament wird der Begriff in unterschiedlicher Bedeutung verwendet: Mal meint Apostel einen der Zwölf (Apostel), ein andermal sind damit allgemein Glaubensboten und Missionare gemeint, mal sind es Gesandte Gottes, mal die der Kirche. Umgangssprachlich und im engeren Sinn meint der Begriff "Apostel" allerdings einen, der zum Kreis der Zwölf gehört, die Jesus berufen hat:
Nach dem Selbstmord des Judas wird Matthias per Losentscheid (in dem die übrig gebliebenen elf Apostel Gottes Willen sahen) in den Kreis der Apostel hinzugewählt und komplettiert damit wieder die Zwölfergruppe. Paulus fühlt sich nach seiner wunderbaren und visionären Berufung vor Damaskus ebenfalls als ein "von Jesus selbst berufener Apostel" und wird als solcher auch von den übrigen Aposteln anerkannt, ohne allerdings zu den "Zwölfen" zu gehören. In der Wahl von zwölf Gesandten sieht die Kirche ein von Jesus bewußt gesetztes Zeichen: Er knüpft damit an die zwölf Stämme Israels an und symbolisiert damit die Kontinuität zwischen dem "alten Israel" und dem "neuen Volk Gottes"
Entscheidend für die neutestamentliche Bedeutung des Wortes ist der Grundsatz: Der Gesandte ist wie der Sendende, er ist also "voll autorisiert". Als "persönliche Botschafter" verkünden Apostel keine Lehre oder Ideologie, sondern bezeugen eine ihnen aufgetragene Nachricht. Daher begegnet man in ihrer Botschaft letztlich Jesus selbst (vgl. Apostolische Sukzession). |
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