Bischof

Der Begriff "Bischof" ist vom griechischen episkopos abgeleitet und heißt wörtlich "Aufseher". In der Zeit der ersten christlichen Gemeinden wachsen den Gemeindeleitern Aufgaben zu, die zuvor Propheten und Lehrern zugeordnet waren. Die "neuen" Bischöfe werden zu "Hirten", denen die umfassende Sorge und Verantwortung für ihre "Herde" zukommt. Heute sind die Bischöfe leitende Amtsträger der Kirche und stehen in der Regel einem territorial umgrenzten Bereich der Kirche vor, das Bistum oder Diözese genannt wird. Zusammen mit dem Papst, der Bischof von Rom ist, bilden sie die obersten Schicht der kirchlichen Hierarchie. Ihr gemeinsames Kennzeichen ist die Apostolische Sukzession, das Stehen in der "direkten Nachfolge der Apostel", das sich formal an der Handauflegung mehrerer Bischöfe bei der Weihe eines neuen Bischofs festmacht.

 

Anfangs wurden die Bischöfe von allen Christen gewählt, von Priester, Diakonen und vom Volk. Doch bald wurde die Besetzung der Bischofsstühle ein "Politikum", bei der weltliche Fürsten, Könige und Kaiser mitbestimmen wollten. Heute steht die Bischofswahl meist dem Domkapitel zu, dem obersten Leitungsgremium eines Bistums. In welcher Form das Domkapitel des Bistums, der Papst in Rom und die Landesregierung des betroffenen Bundeslandes in Wahl und Bestätigung eingebunden sind, legen verschiedene in Deutschland geltende Konkordate (Staatsvertrag zwischen der Kirche und der Regierung eines Landes) fest.

Bistum/Diözese
Zurück
Kath. Pfarrgemeinde St. Petrus Canisius Hohnhorst/Bokeloh

Startseite

Stand: 25. Oktober 2001