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Blut ist biologisch als wesentlicher Bestandteil und Träger von Leben von großer Bedeutung - diese Bedeutung schlägt sich auch religionsgeschichtlich mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten in der konkreten religiösen Praxis in den verschiedenen Religionen nieder. Im alttestamentarischen Kontext bestand weithin die Tendenz, die im Orient häufig geübte Blutschuld auf ein Kapitalverbrechen nicht weiter auf eine ganze Sippschaft auszudehnen, sondern nur auf den Täter allein zu beschränken (daher bedeutete das Bibelwort "Aug` um Auge, Zahn um Zahn" eine Einschränkung der Blutrache auf die Sühne des Täters allein).
Im Neuen Testament gewinnt das Blut Christi eine neue, sinnstiftende Dimension durch die Wandlung von Brot und Wein in Jesu Fleisch und Blut beim Abendmahl - vgl. auch Eucharistie und dem Gedanken der Erlösung der Menschheit durch den Kreuzestod (und dem darin vergossenen Blut) Jesu (vgl. auch Karfreitag). Jesus gab sein Blut für uns - wird zum bedeutenden Wortsymbol der totalen Selbsthingabe Gottes aus Liebe zu den Menschen.
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