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Bonifatius |
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Bonifatius, (Winfrid) von Hause aus Angelsachse, war maßgeblich mit Willibrord bei der Friesenmission dabei; er wird Missionar der Deutschen, wird 722 Bischof und 732 Erzbischof; er missionierte vor allem in Hessen und Thüringen, errichtet die Bistümer Salzburg, Regensburg, Freising und Passau, Würzburg, Erfurt.
746 wurde er Bischof von Mainz. Er starb den Märtyrertod in Friesland, sein Grab befindet sich in Fulda. Ursprünglich stammte er aus Exeter; die Kirche dort war sehr an Rom orientiert (die iro-schottischen Kirche achtete eher auf Unabhängigkeit und Eigenständigkeit); diese Rombindung, dazu strenge Mönchszucht und tiefe Bibelfrömmigkeit formen Bonifatius. Mit 30 wird er Priester und zunächst Lehrer für Grammatik und Dichtung. Mit 40 zieht es ihn zur Mission auf das Festland, sowohl um seines eigenen Seelenheiles willen, aber auch um die Seelen der Heiden zu retten. Seine ersten Erfahrungen macht er -unter anderem auch mit Willibrord (siehe dort)- in Friesland und lernte von ihm: Vor allem die Einbeziehung des politischen Umfeldes in seine Panungen und zum anderen die Verankerung seiner Arbeit in Rom. Der Schwerpunkt seines Lebenswerkes aber liegt in Hessen und Thüringen. Hier legte er das organisatorische Fundament für die ganze deutsche Kirche und mehr noch: Durch seine Verbindungen einerseits nach Rom und andererseits zu den Karolingern, gehört er zu jenen, die mithalfen, das Papstum aus seinen byzantinischen Bindungen zu lösen und enger in die Entwicklung in Mitteleuropa einzubinden. Am Ende seines Lebens -die von ihm gegründeten Bistümer wußte er in guten Händen- macht er sich noch einmal mit einigen Gefährten auf zur Friesenmission. Dort wird er von einer räuberischen Friesenbande überfallen und erschlagen. Sein Grab fand er bei seiner Lieblingsgründung: in Fulda. |
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