Diakon

Der griechische Begriff Diakon bedeutet Diener. In den jungen christlichen Gemeinden gehörte der Dienst an Schwachen, Kranken und den Hilfsbedürftigen zu den grundlegenden Selbstverständlichkeiten. Die ersten Christen lebten in einer alternativen Subkultur. Sie legten Geld und Vermögen zusammen und teilten alles mit denen, die weniger hatten.

Die Funktion des Diakons bestand darin, die Güter und die Nahrungsmittel zu verteilen und die Hilfen zu organisieren. In dem Diakon nur eine Art Sozialarbeiter zu sehen, wäre zuwenig. Diese Art der Caritas (vgl. Caritas) ist gelebter Glaube und Glaubensverkündigung. Im Dienst am Nächsten artikuliert sich Jesus selbst. Daher gehört das Diakonat zum "Amt" in der Kirche dazu. Bis in die sechziger Jahre dieses Jahrhunderts war die Funktion eines Diakons eine Durchgangsstufe auf dem Weg zur Priesterweihe. Heute ist der Diakon auch wieder eine eigenständige Berufsgruppe. Diakon wird man - ähnlich der Priesterweihe - durch eine (Diakonats-) Weihe und Beauftragung durch den Ortsbischof. Die innere Verwandtschaft mit dem Priesterberuf wird auch durch die Zölibatsregelung deutlich: Die Zölibatsverpflichtung eines zukünftigen Priesters beginnt mit der Diakonatsweihe. Ledige Männer, die zum Diakon geweiht werden, verpflichten sich ebenfalls zur Ehelosigkeit.

Bereits verheiratete Ehemänner können aber durchaus zu Diakonen geweiht werden, dürfen aber nach dem Tod ihrer Ehefrau nicht erneut heiraten. Wie in der Urkirche steht auch heute der sozial-caritative Bereich und die Glaubensverkündigung im Mittelpunkt dieses Berufsbildes.

Amt
Priester
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Kath. Pfarrgemeinde St. Petrus Canisius Hohnhorst/Bokeloh

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Stand: 25. Oktober 2001