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Diaspora ist die Bezeichnung für "Zerstreuung". Die Situation einer "zerstreuten Gemeinde", einer über weite Gebiete verteilten Glaubensgemeinschaft kennt bereits das Judentum in frühester Zeit. Heute bezeichnet die Kirche damit eine Situation, in der sie in der eindeutigen Minderheit zur sonst vorherrschenden Mehrheitsreligion (oder Konfession) existiert; auch die Überlebenskämpfe in einer Unterdrückungssituation (z.B. in Diktaturen) ist eine Diasporakirche. Auf Deutschland bezogen spricht die katholische Kirche beispielsweise von Diaspora in allen "neuen" Bundesländern (mit Ausnahme des thüringischen Eichsfelds) sowie im Norden der Republik (Schleswig-Holstein, Hamburg und angrenzende Gebiete); die evangelischen Kirchen sehen dagegen Bayern und weite Teile
Baden-Württembergs als Diaspora an.
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