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Ehe |
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Ehe nennt man die - je nach gesellschaftlichem Umfeld unterschiedliche - geordnete und geregelte Form des Zusammenlebens von Mann und Frau. In der abendländisch-europäischen Kultur hat sich vom jüdisch-christlichen Denken beeinflusst die monogame Eheform durchgesetzt: Mann und Frau sind in gegenseitiger Liebe und Treue, in gegenseitiger Achtung und Verantwortung ein Leben lang miteinander verbunden und auch aneinander gebunden. In der modernen Gesellschaft ist die Institution Ehe in die Krise geraten, weil angesichts der enormen Erwartungen an eine Partnerschaft und der großen Belastungen andererseits immer mehr Menschen glauben, ein Partner allein könne nicht ein Leben lang die wechselnden Erwartungen und Bedürfnisse "befriedigen". Eine lebenslange Bindung "auf gut Glück" und eine ungewisse Zukunft, sei eigentlich unzumutbar. Für Christen ist dagegen die lebenslange Treue zu einem Partner und die einer einzigen Person exklusiv zugewandte personale Liebe Bild und Gleichnis der Liebe Gottes zum Menschen und der innigen Verbindung Jesu zu seiner Kirche. Darum nennt die Kirche die Ehe ein "Sakrament": Ein Bild einer anderen, tieferen göttlichen Wirklichkeit, die nicht nur etwas bildlich-anschaulich darstellt, sondern auch das bewirkt, was sie darstellt; so wie eine meditative Musik nicht nur ruhig klingt und Entspanntheit musikalisch darstellt, sondern auch Entspannung, Beruhigung, Vertiefung bewirkt. So wie die Musik nicht nur Entspannung darstellt, sondern Entspannung ist, so stellt die sakramentale Liebe zwischen zwei Menschen nicht nur Gottes Liebe dar, sondern Gott ist in ihr wirksam und anwesend. Darum vertrauen Christen auch darauf, trotz alle Belastungen und Schwierigkeiten, daß eine lebenslange Treue und "ewige Liebe" mit Gottes Hilfe möglich sind. |
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