Eigentum

Eigentum verpflichtet! Dieser wichtige Grundsatz aus der katholischen Soziallehre (siehe dort) beschneidet keineswegs das Recht auf Eigentum, das die Kirche anerkennt. Gleichwohl sagt sie damit aber aus, daß Eigentum besitzen kein Selbstzweck sein darf bzw. gar zur Ausbeutung gegenüber den Besitzlosen mißbraucht werden darf.

Wie "explosiv" diese Gedanken jedoch sein können macht das Beispiel vom "Wohnraumbesitzenden" angesichts großer Wohnungsnot deutlich: Es kommt einer ständigen Gratwanderung gleich, wenn auf der einen Seite ein angemessener Mietzins zugebilligt werden soll - und einem Mangel auf der anderen Seite ebenfalls Rechnung getragen werden muß, ohne ausbeuterisch zu werden.

Die unmittelbaren Zeitzeugen Jesu entschieden sich in der Frühzeit der Gemeindebildung daher für ein strikt anderes Modell:

Gemeinsam ihre Güter für die Hilfe untereinander und für die Besitzlosen einzusetzen. Es kommt nicht von ungefähr, daß die Menschen, die sich konsequent für eine vollständige und umfassende Lebensentscheidung im Sinne Jesu einsetzten, eine "mittellose Gemeinschaft" anstrebten und lebten: Das Mönchtum ist beispielsweise aus der Verpflichtung zur authentischen Lehre in Armut entstanden - und somit u.a. eine alternative zum "Eigentum": Frei und ohne Eigentum (mit seiner belastenden Seite) Jesus nachfolgen ist dann die Devise.

Soziallehre
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Kath. Pfarrgemeinde St. Petrus Canisius Hohnhorst/Bokeloh

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Stand: 25. Oktober 2001