|
Erwachsenentaufe |
||
|
Die meisten Katholiken (und auch viele Nichtkatholiken) verbinden mit dem Begriff Taufe die Praxis der Kleinkindtaufe. Ursprünglich ist die Taufe ein "Erwachsenensakrament". Der erwachsene Mensch entscheidet sich frei und bewusst für Gott, für die Nachfolge Jesu und die Zugehörigkeit zu seiner christlichen Kirche. Je mehr sich aber das Christentum ausbreitete und schließlich zur gesellschaftlich dominierenden Religion wurde und je mehr bereits getaufte Erwachsene ihrerseits Kinder bekamen, wuchs das Bedürfnis, auch diese Kinder bereits zu taufen, um ihnen das wertvollste nicht vorzuenthalten, das gläubige Menschen in der Taufe geschenkt erhalten: "Kinder Gottes" zu werden und mit Jesus Christus, dem Auferstandenen, in der Gemeinschaft der Kirche verbunden zu sein. Entsprechend wurde der "Geschenkcharakter" der Taufe betont und der wesentliche Aspekt der bewußten und entschiedenen "Umkehr" auf das Sakrament der Firmung verlagert. In der Vorbereitung auf die Erwachsenentaufe, dem "Katechumenat", sind heute beide Aspekte gleich wichtig. Daher werden bei der Eingliederung von Erwachsenen in die katholische Kirche alle drei Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie gefeiert. Eine Praxis wie sie in den orthodoxen Kirchen seit alters her bis heute üblich ist, auch bei der Säuglingstaufe. |
||
|
-» Katechumenat -» Taufe -» Firmung -» Eucharistie |
||
| Zurück | ||
|