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Exegese |
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Exegese (griechisch: herausführen, Erklärung, Auslegung) meint allgemein die Auslegung eines Textes, zum Beispiel eines Gesetzestextes oder eines Bibeltextes. Anders als etwa bei einer Interpretation, in die subjektive Deutungselemente einfließen, beschränkt sich die Exegese auf die objektive, wissenschaftliche Untersuchung: Elemente des Textes, die Quellenlage, die Entstehungsgeschichte eines Textes, der soziokulturelle Hintergrund seiner Entstehung, der Problemhintergrund, die Wirkgeschichte ... Im engeren kirchlichen Sprachgebrauch meint Exegese jedoch die Auslegung der Bibel. Die Methoden der Exegese, deren Anfänge sich bereits innerhalb der biblischen Bücher selbst finden, haben sich im Laufe der Kirchen- und Theologiegeschichte mit den jeweiligen Möglichkeiten ihrer Zeit gewandelt. So deuteten große Theologen (und Schulen) in der "Patristik" (3.-5.Jhdt), der Zeit der "Kirchenväter", die Bibel zum Beispiel gerne allgegorisch-symbolisch. Die heutige gebräuchlichste Methode ist die sogenannte historisch-kritische-Methode, die versucht, nach streng wissenschaftlichen Kriterien und mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden und Werkzeuge einen Text zu analysieren. |
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