Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis der Kirche, auch Apostolisches Glaubensbekenntnis genannt, lautet wie folgt:

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen."

Ein Glaubensbekenntnis ist über die reine Wortbedeutung hinaus (daß man eben (s)einen Glauben bekennt) ein Fachausdruck für eine Sammlung ausformulierter Glaubenssätze. Der griechische Begriff für Glaubensbekenntnis heißt "Symbolon", wörtlich: Das Zusammengeworfene, das Zusammengetane.

Dieser Begriff macht deutlich: Ein Glaubensbekenntnis enthält den Glauben aller. Es ist kein Privatbekenntnis. Man hat den Glauben zusammengetragen. In diesem Symbol erkennt man sich wieder. Denn ein "Symbol" war auch ein Wiedererkennungszeichen. Freunde, die auseinander gingen, zerbrachen einen Gegenstand (einen Ring, ein Bild) und jeder bekam eine Hälfte. Auch nach Jahrzehnten der Trennung und des Wiederfindens dienten die beiden zusammengefügten und wieder zusammenpassenden, sich ergänzenden Bruchstücke der gegenseitigen Identifikation. Ein Glaubensbekenntnis ist nicht "alles". Es bleibt immer auch "Bruchstück", auf Ergänzung angewiesen. Es lebt von den Menschen, die in seinem Namen zusammenkommen und ihre Zugehörigkeit einander bezeugen. Glaubensbekenntnisse werden in der Regel in der Liturgie verwendet, vor allem in der Taufliturgie.

 
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Kath. Pfarrgemeinde St. Petrus Canisius Hohnhorst/Bokeloh

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Stand: 25. Oktober 2001