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Jesus Christus |
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Jesus von Nazareth wurde wahrscheinlich um das Jahr 6 v. Chr., d. h. vor der nach ihm datierten Zeitrechnung "Christi Geburt", in Bethlehem, einem Dorf in der israelischen Landschaft Juda geboren. Als Sohn der Eheleute Josef und Maria wuchs er in Nazareth als Jude auf und erlernte vermutlich den Beruf seines Vaters: Zimmermann. Ledig geblieben begann er wohl im Alter von 30 Jahren seine Predigttätigkeit und wurde mit 33 Jahren von der römischen Besatzungsmacht wegen Unruhestiftung verurteilt und am Kreuz exekutiert.
Für Christen ist dieser Jesus von Nazareth der Begründer der christlichen Religion geworden. Er gilt den Christen als der "Sohn Gottes", weil in ihm das liebende Wirken Gottes den Menschen gegenüber ein für allemal offenbar geworden ist. Er ist der erwartete Messias, der "Christus", d. h. der von Gott Gesalbte, der gekommen ist, um die Welt wieder Gott näher zu bringen und zu erlösen. Er wird der "Auferstandene" genannt, da ihn Gott nach dem Sterben am Kreuz nicht im Tod gelassen, sondern auferweckt hat. So gilt er als Garant der Liebe, die Gott jedem zuteilwerden lässt und die den Tod überwinden wird.
Begründet ist diese Hoffnung und dieses Wagnis des Glaubens an Jesus Christus in der Erfahrung der Auferstehung Jesu. Erst im Tod und der anschließenden Erfahrung, dass Jesus weiterlebt, ihnen nahe ist, mit ihnen kommuniziert, erkennen und glauben die ersten Christen, dass in Jesu Leben und Reden sich Gott selbst authentisch ausgedrückt hat. In Jesus hat Gott sich zu Wort gemeldet und dies durch die Auferweckung nach außen hin beglaubigt und besiegelt. Die Glaubensaussage "Jesus, Gottes Sohn" meint die vollkommene Übereinstimmung von Jesu Verkündigung und Gottes Willen, von Jesu Botschaft und Gottes Absichten, von seinem Handeln und Gottes Wirken. Diese Übereinstimmung ist so vollkommen, dass man neben der bleibenden Unterscheidung in den historischen Mann aus Nazareth und den Gott Himmels und der Erden auch mit gleicher Richtigkeit von einer Einheit von beiden reden kann: So spricht man von Jesus Christus auch als dem Gottmenschen.
Die zentrale Botschaft Jesu ist die Zusage der Liebe Gottes zu den Menschen. Gott sucht die Nähe des Menschen. Seine Liebe und Nähe macht den Menschen "heil", erlöst ihn aus Dunkelheit, Sinnlosigkeit und Egoismus. Jeder Mensch ist durch diese Liebe Gottes unendlich wichtig, einmalig und unersetzlich. Alle Menschen sind Brüder und Schwestern. Daraus folgt das Gebot der Nächstenliebe, das auch Feinde einschließt. Die Liebe zum Menschen, zum Nächsten kennt keine Ausnahme und Entschuldigung. Jeder, der Hilfe braucht ist "der Nächste". Diese Gottesnähe und die Menschenfreundlichkeit Gottes wird von Jesus nicht nur "verbal behauptet", sondern durch sein eigenes Verhalten realisiert. In seiner Zuneigung ist der Schöpfer der Welt seinen Geschöpfen nah. So fühlen sich Menschen durch die Begegnung mit Jesus wie "neu geboren", sie empfinden "neues Leben" in sich. sie können "neu anfangen". Dieser Gott, der sich in Jesus zu erkennen gibt, ist der Herr der Welt, ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott Mose, der eine und einzige, alleinige Gott seines Volkes. |
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