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Der Grundriß der Kirche ist ein Quadrat, von dem zwei gegenüberliegende Ecken jeweils als eine rechtwinklige Betonwand eingerückt sind, wodurch der Altarraum und
gegenüber die Wand für die Orgel und der Ort für die Taufe entstanden. Die Betonwände tragen die diagonal gezogene Dachkonstruktion und ermöglichten die beiden Fenster neben dem
Altarraum und die beiden Eingänge der Kirche mit dem jeweiligen Fenster. Durch den quadratischen Grundriß erhielt der Altar einen zentralen Ort, um den die Bänke halbkreisförmig gruppiert wurden.
Der Altarraum umschließt den mächtigen, in einem Stück aus Michelnauer Basaltlava gearbeiteten Altar mit
Leuchtern, Buchpult und Altarkreuz aus Bronze. Das über dem Altar hängende
Kreuz aus Mooreiche mit einem Bronzecorpus wurde in Anlehnung an das Bernwardskreuz in Hildesheim mit vier Bergkristallen in Bronzefassung geschaffen. Rechts vom Altar steht der
Ambo aus Stein und Bronze mit der Darstellung der Feuerflammen des Heiligen Geistes. Der
Priestersitz im Scheitel des Altarraumes deutet an, daß der Priester im Auftrage des Bischofs Lehrer und Vorsteher der Gemeinde ist. Neben dem Priestersitz befinden sich die Bänke für die Ministranten.
Das Altarbild der Kirche
wurde von dem Bildhauer Josef Hauke, Lauenau gestaltet und am 1.2.1981 eingeweiht.
Kreisförmig mit einem Durchmesser von etwa sieben Metern, in Polyester vergoldet, schmückt es die rechtwinklige Rückwand des Altarraumes und stellt das himmlische Jerusalem
dar (Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen, ausgestattet wie eine Braut, für ihren Gemahl geschmückt
(Apk. 21,2)), - in der Mitte Christus und Maria, Christus und die Kirche, der Bräutigam und die Braut, - oben die Engel, die himmlischen Geister, - unten die Heiligen, die in der Vollendung leben. Die Mauern des himmlischen Jerusalem mit den zwölf Toren umschließen wie
Feuerflammen das Geheimnis der künftigen Herrlichkeit. Das Kreuz und das Bild verbinden sich zur Aussage des Mysterium
Fidei: Deinen Tod, 0 Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit.
Vor dem linken vorderen Fenster steht der
Tabernakel aus Bronze auf einem Steinsockel. Er stellt das himmlische Jerusalem dar als die Stadt, die Burg Gottes. Die Türen sind
geschmückt mit zwölf Halbedelsteinen und mit dem Zeichen der Sonne, des göttlichen
Lichtes. Neben dem Tabernakel stehen der siebenarmige Leuchter mit der
Ewig-Licht-Leuchte und der Osterleuchter mit der Osterkerze.
Vor dem rechten vorderen Fenster steht der Wort-Gottes-Tisch mit der Bibel, bzw. dem Lektionar, daneben die Evangelien-Leuchter und das Vortragekreuz.
Somit entsprechen sich Altar und Tabernakel - die Eucharistie in der Feier und in der Aufbewahrung - und Amho und Wort-Gottes-Tisch - Ort der Verkündigung und Aufbewahrung des Wortes Gottes, Wort und Sakrament als Zeichen.
Gegenüber dem Altarraum befindet sich der Ort für die Taufe, der Taufkessel aus Bronze, auf einen Sockelstein gesetzt, mit einem Deckel, der das Jonas-Motiv als Zeichen der Auferstehung Christi und der Wiedergeburt des Getauften darstellt, daneben das
Sakrarium und an der Orgelbrüstung mit den durch Hanfseile verbundenen Bronzestäben der Taufschrein mit der Taufschale, der Taufkerze und dem Taufkleid.
Im Kirchenraum werden durch den Naturstein (Michelnauer Basaltlava) weiterhin
hervorgehoben die zwölf Konsekrationssteine mit den bronzenen Apostel-Leuchtem und an den Eingängen die
Opfenischen und die Weihwasserbecken, ferner die Kredenz im Altarraum.
Die Fenster der Kirche wurden in Bleiverglasung gestaltet. Die Rahmen in den vier großen Fenstern bilden
rautenförmige Betonwaben. Die beiden vorderen Fenster sind gehalten in den Farben blau und grün - Farbe des Himmels und Farbe der Erde -, die beiden hinteren Fenster in den Farben rot und violett - Farbe der Liebe und Farbe der Buße. Ein schmales helles Fensterband verbindet die Wände mit der Holzdecke.
Die Orgel, eingeweiht am 24.6.1972, am 5. Jahrestag der Kirchweihe, wurde geschaffen von der Firma Gebruder Stockmann, Werl. Sie besteht aus zwei Manualen und Pedal mit 15
Registern und 1056 Orgelpfeifen und wurde als Schleifladenorgel eingerichtet.
Der Kreuzweg, eingeweiht am 3.3.1974 durch Pater Canisius Michalek OFM, wurde in Cordia, einer Mahagoni-Art, von dem Bildhauer
Josef Franke, Obernkirchen, geschnitzt. Er besteht aus 14 Stationen mit Auferstehungsdarstellung in Hochrelief und führt zum Tabernakel.
Josef Franke schuf auch die Figuren der Weihnachtskrippe (Lindenholz, farbig lasiert) zum 24.12.1968, dazu zum 24.12.1970 die
Gruppe der drei Weisen.
Die
Marienkapelle, deren Fenster in Beton-Verglasung leuchtende Rosen darstellen (Entwurf von Franz Heilmann), birgt die Marienplastik (Polyester, versilbert), eingeweiht am 8.12.1967 mit einer ,,Sonnen-Scheibe" (Polyester) versehen (im Mai 1970) und mit einer Krone von zwölf Sternen geschmückt (im Mai 1986). Sie wurde gestaltet von dem Bildhauer Josef Hauke, Lauenau. Von Leuchtern in Schmiedearbeit für Kerzen und Opferlichte umgeben stellt die Marienplastik Maria als Mittlerin der Gnaden und zugleich als apokalyptische Frau dar. Das Reliquiar mit einer Reliquie des hl. Petrus Canisius, des Kirchenpatrons, wurde ebenfalls von dem Bildhauer Josef Hauke geschaffen und am 26.6.1977, am 10. Jahrestag der
Kirchweihe, eingeweiht. Die Reliquie aus den Gebeinen des Heiligen schenkte uns der Bischof Petrus Mamie aus
Fribourg / Schweiz, wo der hl. Petrus Canisius begraben ist. Gegenüber dem Reliquiar hängt das Karfreitagskreuz - Kreuzbalken aus Eichenholz geschnitzt, Corpus aus Polyester, versilbert-, gestaltet von dem Bildhauer
Josef Franke. Der Entwurf geht auf die mittelalterliche Herz-Jesu Darstellung
zurück.
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